Koordinatorinnen
Dr. Jara Schmidt, Universität Hamburg
Dr. Jule Thiemann, Universität Hamburg
Mitglieder
Yasemin Altınay, Literarische Diverse Verlag, Berlin
Dr. Antonius Baehr-Oliva, Universität Hamburg
Dr. Rahel Cramer, Macquarie University, Sydney
Prof. Dr. Arianna Di Bella, Universität Palermo
Dr. Hanna Maria Hofmann, RWTH Aachen
Elvin Ilhan, Staatstheater Hannover
Carlos Kong, Princeton University, New Jersey
Felix Lempp, Universität Bern
Johanna Munzel, Justus-Liebig-Universität Gießen
Hanna Rinderle, Humboldt-Universität zu Berlin
Dr. Anita Rotter, Universität Innsbruck
Katharina Warda, Berlin
Dr. Lisa Wille, Technische Universität Darmstadt
Yasemin Altınay ist Verlegerin aus Berlin. Sie studierte unter anderem Angewandte Literaturwissenschaft und ist Gründerin des anti-rassistischen Literarische Diverse Verlags. Mit ihrem Verlag fördert sie Gleichberechtigung in der Literatur und steht für die Tradition der Selbstermächtigung ein. Die bunten Realitäten Deutschlands werden so abgedruckt – für immer lesbar, für immer ein Teil des Ganzen.
https://www.yaseminaltinay.de
https://www.literarischediverse.de
Antonius Baehr-Oliva studierte Germanistik und Anglistik an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg i.Br. und promovierte dort mit einer Arbeit zu Venus-Dichtungen im deutschen Barock (1624–1700). Mythenkorrekturen und Transformationen (Frühe Neuzeit 236), Berlin/Boston 2020. Er unterrichtet an der Stadtteilschule Hamburg-Eppendorf und lehrt zudem am Institut für Bewegungswissenschaften der Universität Hamburg. Forschungsschwerpunkte: Antike- und Mythenrezeption, Komparatistik, Lyrik, Barock, Liedforschung.
Kontakt: antonius.baehr[at]gmail.com
Rahel Cramer ist angebunden an das Institut für Linguistik der Macquarie University Sydney. Nach einem Studium der Erziehungs- und Sprachwissenschaft an der Universität Hamburg und der Griffith University Brisbane absolvierte sie ihre Promotion an der Macquarie University Sydney in der Soziolinguistik zu dem Thema Nationalism in Business Discourses (2019) unter Trägerschaft des »International Macquarie University Research Excellence Scholarship«. Sie forschte und lehrte an der University of Calgary, Griffith University Brisbane und Macquarie University Sydney in der Germanistik und der Linguistik.
Kontakt: rahel.cramer[at]mq.edu.au
Arianna Di Bella ist Professorin an der Universität Palermo. Nach einem Studium der Germanistik wurde sie an der Universität Palermo mit einer Arbeit zu Christoph Martin Wieland promoviert. 2017 folgte die Habilitation. Sie war langjährige Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Germanistik, Visiting Professor am Departamento de Estudos Germanísticos der Universität do Porto und unterrichtet jetzt Neuere deutsche Literatur in Bachelor- und Masterstudiengängen an der Universität Palermo. Ihre Forschungsschwerpunkte sind: Franz Kafka, Christoph Martin Wieland, Migrationsliteratur und Interkulturelle Literatur (SAID, Emine Sevgi Özdamar, Rafik Schami, Yoko Tawada, Sudabeh Mohafez, Deniz Ohde, Dilek Güngör), Elisabeth Werner, Familienromane, postmigrantische Literatur. Sie hat zwei Monographien und unterschiedliche Aufsätze und Rezensionen publiziert.
Kontakt: arianna.dibella[at]unipa.it
Hanna Maria Hofmann ist Akademische Rätin (in Vertretung) am Institut für Germanistische und Allgemeine Literaturwissenschaft der RWTH Aachen, wo sie seit 2015 als Wissenschaftliche Mitarbeiterin tätig ist. Sie studierte in Berlin und Pisa Neuere deutsche Philologie, Vergleichende Literaturwissenschaft und Philosophie sowie Visuelle Kommunikation, im März 2021 erfolgte die mit summa cum laude bewertete Promotion an der Universität Erfurt mit der Dissertationsschrift Georg Heyms Polarphantastik und die Symbolik der Poleroberung. Literatur, Kolonialismus und Wissenschaft im langen 19. Jahrhundert. Ihr aktuelles Forschungsprojekt trägt den Titel Vom deutschen Volksmärchen zum global village. Erzählmedien der Migration in der deutschsprachigen Literatur und Kultur 1770–2021.
Kontakt: h.hofmann[at]germlit.rwth-aachen.de
Elvin Ilhan ist 1991 in Antalya geboren. 2003 kam sie das erste Mal nach Deutschland, wo sie bis 2008 in Bayern die Schule besuchte. 2009 begann sie ihr Studium der »Deutschen Sprache und Literatur« an der Hacettepe Universität in Ankara. 2013 kehrte sie mit dem TEV-DAAD Stipendium für den Master »Deutschsprachige Literaturen« an die Universität Hamburg nach Deutschland zurück.
Von 2020 bis 2023 war sie Dramaturgieassistentin am Thalia Theater in Hamburg. Außerdem ist sie seit der Spielzeit 2021/22 Mit-Kuratorin des transkulturellen Festivals Nachbarşchaften – Komşuluklar, das sich mit der postmigrantischen Gesellschaft auseinandersetzt und verschiedene künstlerische Positionen, die das Zusammenleben im Einwanderungsland Deutschland zeigen, versammelt. Am Thalia Theater arbeitete sie u. a. mit Robert Wilson, Antú Romero Nunes, Elsa-Sophie Jach und İdil Üner. In der Spielzeit 2022/23 war sie als Jurorin beim Heidelberger Stückemarkt tätig.
Seit der Spielzeit 2023/24 ist Elvin İlhan Dramaturgin am Schauspiel Hannover. Ihr Anliegen ist es, den Spielplan mit transkulturellen und politischen Themen zu gestalten.
Kontakt: elvin.ilhan[at]staatstheater-hannover.de
Carlos Kong ist Doktorand am Institut für Kunstgeschichte der Princeton University, wo er zum Thema »Queerness und (Post-)Migration im deutsch-türkischen Kontext von Kunst und Film nach 1989« promoviert. Er studierte Komparatistik (BA) an der Cornell University in New York, Germanistik und Transcultural Studies an der Universität Heidelberg sowie Kunstgeschichte (MA) an der University of London. Seit 2020 ist er assoziierter Doktorand der Filmwissenschaft an der Universität Mainz. Forschungsschwerpunkte: zeitgenössische Kunst, Film und Literatur im globalen Kontext; (post-) migrantische und postkoloniale Diskurse; Gender und Queer Studies; Übersetzungs- und kuratorische Praktiken.
Kontakt: cdkong[at]princeton.edu
Felix Lempp lehrt und forscht als Postdoctoral Researcher am Institut für Germanistik der Universität Bern. Von 2016 bis 2020 war er Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Arbeitsstelle Interkulturelle Literatur- und Medienwissenschaft der Universität Hamburg. Dort promovierte er mit einer Arbeit zu Inszenierungen räumlicher Ordnungsprozesse in Texten und Bühnenproduktionen des deutschsprachigen Stadttheaters um 2015. Zuvor studierte er in Eichstätt (Erstes Staatsexamen für Lehramt Gymnasium) und Freiburg im Breisgau (Master of Arts) Germanistik, Geschichte und Theaterpädagogik. Er interessiert sich für das deutschsprachige Drama und Theater seit dem 18. Jahrhundert, insbesondere für weibliche Dramatik im 18. und 19. Jahrhundert sowie zeitgenössische theatrale Raum- und Fluchtinszenierungen. Aktuell forscht er zur Verflechtungsgeschichte von botanischem Wissen und literarischer Ästhetik im 19. Jahrhundert.
Kontakt: felix.lempp[at]unibe.ch
Johanna Munzel ist Doktorandin am Institut für Angewandte Theaterwissenschaft und Mitglied des International Graduate Centre for the Study of Culture an der Justus-Liebig-Universität Gießen. In ihrer Dissertation untersucht sie postmigrantische Widerstandsstrategien am Berliner Maxim Gorki Theater. Sie absolvierte einen Master of Arts in Migration and Diversity Studies an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel mit den Schwerpunkten Türkisch und Islamwissenschaft und studierte ein Jahr an der Marmara Universität, Istanbul. Ihren Bachelor of Arts in Erziehungs- und Politikwissenschaften machte sie an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Arbeitserfahrungen in Museen und in NGOS mit den Schwerpunkten Antirassismus, Menschenrechte und internationaler Jugendaustausch erwarb sie in Deutschland und in der Türkei.
Kontakt: johanna.munzel[at]gcsc.uni-giessen.de
Hanna Rinderle ist Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Nordeuropa-Institut der Humboldt-Universität zu Berlin. Von 2017 bis 2023 war sie Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Skandinavischen Seminar sowie am Deutschen Seminar (Abteilung Interkulturelle Literaturwissenschaft) der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg im Breisgau. Dort promovierte sie im Fach Allgemeine und Vergleichende Literatur- und Kulturwissenschaft mit einer Arbeit zu Afrikabezügen in deutscher und schwedischer Migrations- und Fluchtliteratur (ab 1990). Ihre Forschungsschwerpunkte sind koloniale und postkoloniale Literatur in Deutschland und Skandinavien, literarischer Afrikanismus, Reiseliteratur sowie autobiografisches und autofiktionales Schreiben.
Kontakt: hanna.rinderle[at]hu-berlin.de
Anita Rotter ist seit 2018 Universitätsassistentin im Lehr- und Forschungsbereich Migration und Bildung am Institut für Erziehungswissenschaft der Universität Innsbruck. Zuvor war sie Projektmitarbeiterin im Projekt »Gesichter der Migration«. Sie ist Kollegiatin des Doktoratskollegs »Dynamiken von Ungleichheit und Differenz im Zeitalter der Globalisierung« und promovierte zum Thema »Intergenerationale Artikulation familialer Migrationserfahrungen: postmigrantisch betrachtet« (Betreuer: Univ.-Prof. Dr. Erol Yıldız).
Kontakt: anita.rotter[at]uibk.ac.at
Jara Schmidt ist Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Germanistik der Universität Hamburg. Nach einem Studium der Anglistik, Germanistik und Neueren Geschichte promovierte sie im Bereich der Interkulturellen Literaturwissenschaft mit einer Arbeit zu karnevalesken Verfahren in deutsch- und englischsprachigen sog. Migrationsromanen (2019). Lehr- und Forschungsaufenthalte führten sie an die University of Mumbai und Istanbul Universität. Ihre Forschungsschwerpunkte sind postmigrantische und postkoloniale Diskurse in Literatur und Kultur, Gender Studies, Queer Studies und Hexenforschung. Durch verschiedene Projekte und ihre Seminarinhalte engagiert sie sich für eine Diversifizierung der Forschung und Lehre.
Kontakt: jara.schmidt[at]uni-hamburg.de
Jule Thiemann ist Postdoc-Stipendiatin der Claussen-Simon-Stiftung und assoziiert an der Universität Hamburg. Nach einem Studium der Germanistik, Anglistik und Erziehungswissenschaften an der Universität Hamburg und der Victoria University Wellington, Neuseeland, absolvierte sie 2016–2019 eine Doppelpromotion (Joint PhD) an der Universität Hamburg und der Macquarie University Sydney, Australien, zu Postmigration und Flanerie in der Gegenwartsliteratur. Sie war Trägerin des »Excellence of Research Scholarship« der Macquarie University Sydney und langjährige Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Germanistik der Universität Hamburg.
Kontakt: jule.thiemannuni[at]hamburg.de
Katharina Warda ist Soziologin und Germanistin. Als Fellow der Friedrich Schlegel Graduiertenschule für literaturwissenschaftliche Studien promoviert sie in Berlin zur Widerständigkeit biografischer Erzählungen in Tagebuch-Blogs. Daneben arbeitet sie als freie Autorin mit Schwerpunktthemen Ostdeutschland, marginalisierte Identitäten, Rassismus, Klassimus und Punk. Seit 2021 ist sie Beiratsmitglied von »Kein Schlussstrich!«, einem bundesweiten Theaterprojekt zum NSU-Komplex.
Kontakt: katharina.warda[at]gmail.com
Lisa Wille: Magisterstudium der Germanistik, Kunstwissenschaft und Philosophie sowie Bachelorstudium der Wirtschaftswissenschaften an der Universität Kassel. Seit 2015 Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Fachgebiet Neuere deutsche Literaturwissenschaft, Institut für Sprach- und Literaturwissenschaft, an der Technischen Universität Darmstadt. Promotion mit der Arbeit Zwischen Autonomie und Heteronomie. Bürgerliche Identitätsproblematik in Heinrich Leopold Wagners dramatischem Werk (2021). Weitere Publikationen u.a. zu #metoo, Intersektionalität und Disability sowie Geschlechterkonstruktionen in Twilight und Shades of Grey. Weitere Forschungsinteressen sind neben der Literatur des 18. Jahrhunderts die Literaturtheorien sowie die Literaturwissenschaft im Kontext von Kultur, Gender und Ökonomie.
Kontakt: lisa.wille[at]tu-darmstadt.de